Leider gibt es seit zwei Wochen nicht wirklich etwas berichtenswertes. Wir haben mit der Fa. Pulina die Elektrobemusterung vor Ort durchgeführt. Mannomann. Hätte nie gedacht, dass man über Schalter, Steckdosen & Co. in zwei Terminen ca. 4 Stunden brüten kann. Ist echt nicht einfach!
Ansonsten warten wir nunmehr seit unzähligen Wochen auf den Maurer, der seine Arbeit irgendwie nicht mehr fertig kriegen will. Dies ist zumindest unser Gefühl. Langsam nervt es gewaltig und für Hannover Haus ist nun aus unserer Sicht schon mehr als an der Zeit, zu reagieren und endlich Abhilfe zu schaffen. Es fehlen noch die Ringanker der vorderen Giebelwand (ich hoffe, dass ist so richtig ausgedrückt), denn ohne die, kann das Dach nicht gelattet und/oder gedeckt werden. Dies sollte eigentlich diese Woche passiert sein.
Der Fortschritt auf der Baustelle ist zusätzlich etwas eingebremst, da die Mängel des TÜV-Prüfers von den beteiligten Unternehmen (Maurer und Zimmermann) beseitigt werden sollen. Die komplette Mängelliste werde ich hier nicht veröffentlichen, da deren Beseitigung noch offen oder nicht komplett abgeschlossen ist.
Hier ein paar Beispiele der kleineren Mängel:
Sparren-Pfetten-Anker: Wir hatten Bedenken gegen die nicht volle Ausnagelung der Sparren-Pfetten-Anker am Anschluss an die Fußpfetten. Die Anker wurden von dem Zimmermannsunternehmen nachträglich ausgenagelt.
| vorher | nachher |
Fußpfette: die Fußpfette ist an vielen Stellen der einen Hausseite gestückelt. Sie dreht sich bereits an mehreren Stellen nach außen. An den Stößen hätte eine Verbindung durch Überblattung erfolgen müssen (DIN 1052). Ob die Fußpfetten einfach mit Lochplatten verbunden werden können (wie jetzt ausgeführt), müssen wir noch sehen!
| vorher | nachher |
Luftschichtanker: Die Luftschichtanker für die Verblendfassade stehen, mit Ausnahme einiger weniger, alle zu weit aus der Fassade heraus. Gemäß Zulassung, sind sie bis zur Markierung (Kerbe) im Mauerwerk einzubinden. Sie sind durch Dübelanker in entsprechender Anzahl zu ersetzen (DIN 1052, Zulassung der Anker). Dieser Mangel ist noch offen und wird hoffentlich beim Verblenden behoben. Allerdings finde ich, dass solch eine Kleinigkeit doch einiges über die fachliche Kompetenz des Maurerunternehmens aussagt.
Bauordnung: Dies ist nur EIN Beispiel. Die Baustelle ist permanent in einem nicht vertretbaren Zustand. Überall liegt Müll, Baumaterial, Nägel, Stützpfeiler, Paletten, Bewehrungseisen etc. herum. Dies spiegelt (leider) auch die Einstellung der Maurer gegenüber ihrer Arbeit wieder. Nach mehrmaligen Auforderungen durch die Bauleitung, wurde zumindest dieser Steinberg beseitigt, aber es gibt hier weiterhin noch viel Potential nach oben.
Absturzsicherung: Eine Absturzsicherung im Treppenhaus fehlt. Dies wird auch seitens der Bauleitung nicht wirklich ernst genommen, denn die Absicherung gibt es bis heute nicht. Allerdings denkt man sich wohl, wenn niemand auf der Baustelle arbeitet, braucht auch nichts gesichert werden ... 
Hausanschlüsse: Die Hausanschlüsse im HWR sind leider etwas weit von der Wand entfernt. Auch dies war keine Meisterleistung der Maurer. Andere Anschlüsse sind etwas zu nah an der Wand und wieder andere passen 100%ig. War wohl etwas Glückssache. Auch auf diesem Foto lässt sich der optische Zustand der Baustelle erkennen.


